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BOTSWANA

Nationalparks und Wildschutzgebiete

Seit Jahrzehnten hat Botswana einen großen Teil des Landes unter Naturschutz gestellt und zu Wildreservaten und Nationalparks erklärt. Wir stellen Ihnen wichtigsten Parks und Wildschutzgebiete in Kurzform vor:

MAUN
Maun ist das „Tor“ zu den Nationalparks im Norden Botswanas. Die Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern besitzt einen internationalen Flughafen, einige Hotels und Lodges, besteht jedoch sonst nur aus einer staubigen Hauptstraße mit vereinzelten Gebäuden und kleinen Shopping Malls. Alle Safariunternehmen, die in Botswana Rang und Namen besitzen, haben hier eine Niederlassung.

DIE KALAHARI
Die Kalahari mit ihren flachen, buschbestandenen Ebenen, die vom roten Sand der grasbewachsenen Dünen und den immer wieder aufblitzenden grellweißen Salzpfannen unterbrochen werden, hat ihren eigenen Reiz. Im Süden und im Zentrum des Landes kann man diese Landschaft im Central Kalahari Game Reserve genießen, fast ohne auf andere Menschen zu treffen. Die früheren Bewohner, die San, leben heute außerhalb der Parks in neu geschaffenen Siedlungen im Busch. Begegnet man ihnen zufällig, wird man freundlich empfangen und versteht unweigerlich, dass diese Menschen in der modernen Welt keinen leichten Stand haben.
Die Halbwüste Kalahari ist ein Becken, das mit einer bis zu 100m dicken Sandschicht gefüllt ist, die sich im ganzen Land immer wieder zu Dünen auftürmt, vor allem im äußersten Süd- und Nordwesten, sowie im Nordosten. Der Sand der Kalahari wurde durch Winde nach einer Feuchtperiode vor ca. 15.000 Jahren abgelagert, als die Kalahari noch ein Binnensee war. Aus dieser Zeit mit starken Regenfällen stammen die Salzpfannen, in denen sich in der nachfolgenden Verdunstungsperiode das Wasser sammelte, da sie niedriger lagen als das sie umgebende Land. Nach und nach verflüchtigte sich das Wasser auch hier, zurück blieb lediglich die Salzschicht.top

 

NXAI SALZPFANNEN
Wüstensafaris finden gewöhnlich in der Gegend der Nxai Pan statt, einem Naturpark ca. 140 km östlich von Maun. Der Park ist 2.600 km² groß und besteht hauptsächlich aus offener Savanne und Dornbusch. Neben Antilopen finden sich hier Giraffen und Elefanten, Zebras sowie Raubtiere.

DAS OKAVANGO DELTA
Einzigartig ist das Okavango Delta, ein natürliches Bewässerungssystem, das in zwei Richtungen funktioniert. Es misst ca. 15.000 km² mit Flüssen bewaldeter Inseln und weiter Überflutungsflächen. Das Delta wird gespeist aus Zentral-Angola, wo die Flüsse Cuato/Cabango und Cuito entspringen, die sich in Namibia zum Okavango vereinigen. Dieser fließt bei Shakawe nach Botswana und verästelt sich dort in die unzähligen Arme des Okavango-Deltas. Während und nach der Regenzeit fließen die Wassermassen von Angola nach Süden und füllen das Delta nach und nach auf, in guten Regenjahren erreicht das Wasser über den Trockenfluss Boteti sogar die Salzpfanne Ntwetwe in der Makgadikgadi-Region. In der Trockenzeit fließt das nicht verdunstete Wasser (es verbleiben lediglich 5%) langsam wieder zurück nach Norden, das Delta leert sich. Die größte Ausdehnung erfährt das Delta von Juni bis August.
Im Delta sieht man alle Tiere, die überhaupt nur vorstellbar sind: Raubtiere, Antilopen, Flusspferde, Giraffen, Elefanten, Affen, Warzenschweine, die gesamte Vogelwelt und - wenn man Glück hat - auch Reptilien wie Schlangen und Krokodile. Viele Ornithologen kommen ins Delta, um die über 400 Vogelarten zu beobachten. Als Besonderheit gelten die seltenen Antilopenarten Sitatunga und Lechwe. Beide sind aquatische Antilopen und haben sich an das Leben im Delta angepasst: die Hufe haben eine wesentlich größere Auftrittsfläche als vergleichbare Antilopen-arten, so dass sie auf dem sumpfigen Boden sehr gut flüchten können, das Fell ist wasserabweisend, bei Gefahr gehen sie fast vollständig unter Wasser und lassen nur die Nüstern herausragen.
Als beste Reisezeit für das Delta gelten die Monate von August bis Mitte November. Das Delta trocknet dann langsam aus und die Tiere kommen zu den permanenten Wasserstellen, wo sie gut beobachtet werden können. Allerdings fängt es ab November allmählich an zu regnen. Von Dezember bis Februar ist die eigentliche Regenzeit. Das Delta füllt sich langsam, beginnend bei Shakawe; bis spätestens im Juni sollte das Wasser die 250 km bis Maun hinter sich gebracht haben.
An erster Stelle der Aktivitäten im Delta steht natürlich die Tierbeobachtung, zu Fuß auf Wanderungen, vom Boot aus (am beeindruckensten im Mokoro-Einbaum) oder in Geländewagen. Die Tiere haben in der Regel keine Scheu vor Menschen, bzw. Mokoros oder Geländewagen, so dass man sie aus nächster Nähe, manchmal nur aus einer Distanz von wenigen Metern, beobachten und fotografieren kann. Die Ranger sind gut ausgebildet, mit den Verhaltensweisen der Tiere vertraut und geben ihr Wissen gerne an die Gäste weiter. top

 

MOREMI GAME RESERVE
Das Wildschutzgebiet von Moremi reicht in das Okavango Deltas hinein, ist aber im Gegensatz zu diesem als Wildreservat geschützt. Moremi hat das Juwel des Deltas auf seinem Gebiet: “Chiefs Island”, eine 1.000 km² große Landzunge, die sich vom südlichen Delta bis zu den permanent Wasser führenden Regionen im Norden erstreckt. Einzigartig ist es wegen der Nachbarschaft zur sandigen Kalahari und weil die Insel fast ständig von Wasser umgeben ist. Sie wird nie überflutet, da sie höher liegt als die gesamte Umgebung. Berühmt ist Chiefs Island für große Büffelherden, die das spärliche Gras der Sandböden dem härteren Gras an den Ufern vorziehen. Ein unglaublicher Tierreichtum ist zu beobachten. Weite Grasebenen an den Flussläufen erlauben eine vorzügliche Tierbeobachtung.

CHOBE NATIONALPARK
Der ca. 12.000 km² große Chobe Nationalpark liegt am 4-Ländereck von Zimbabwe, Namibia, Zambia und Botswana und zieht sich hinunter bis nach Moremi. Durch seine Nähe zu den wasserreichen Regionen um die Flüsse Chobe, Linyanti und Zambezi gibt es zahlreiche Tiere und unglaublich viele Elefanten (80.000 bis 90.000). Neben diesen ziehen Antilopen, Giraffen, Zebras, Rhinos und Büffel über die Ebenen und durch die Wälder.

Zwei Regionen des Parks sind von besonderem Interesse:

Die Region am Chobe-Fluss (Serondela)
Berühmt ist diese Gegend für die außerordentlich großen Elefantenherden. An den Ufern wachsen Mahagoni, Kastanien, Baobabs, Mangostanbäume und Teakholz. Nur ein Stückchen nach Süden vom Fluss weg wird die Landschaft aber sofort arid, Dornbusch überwiegt. Serondela ist auch bekannt für die fantastischen Sonnenuntergänge, die sich in dieser Region beobachten lassen. Die Wildbeobachtungen werden hier mit dem (offenen) Geländewagen und mit Booten auf dem Chobe River durchgeführt.

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Savuti
Savuti ist die Region im Westen des Parks mit der Mahaba-Senke, dem Savuti Sumpfland und dem (ausgetrockneten) Savuti Kanal. Im Westen wird Savuti durch einen 100 km langen, 20 m hohen und fast 200 m breiten Sandgrat, dem Magwikhwe Sand Ridge, begrenzt. Die sieben etwa 90 m hohen Dolomit-Hügel von Savuti entstanden vor einer Milliarde Jahre und dominieren die ansonsten flache Landschaft. Noch vor 30.000 Jahren bildete Savuti zusammen mit Makgadikgadi und Nxai einen riesigen See, der bis zum Zambezi und Okavango reicht, er trocknete aus. Der letzte Bereich, der noch Wasser hielt, war der Mahaba See, der schließlich die Mahaba-Senke zurückließ. Der Sandgrat war früher die westliche Uferlinie der gigantischen Wasserfläche. Als "Jahrhundertereignis" wird das Savuti-Sumpfland zuweilen heute noch über den Savuti-Kanal mit Wasser gespeist. In den trockenen Jahren wagt sich das Wasser hingegen nicht an die Oberfläche, sondern fließt unter dem Sand.
Savuti ist für seine Löwenpopulation bekannt. Das Savuti-Sumpfland besteht aus weiten Grasflächen - eine bevorzugte Weide für Antilopen - eingerahmt von Kameldornbäumen. Auch zwei große Baobabs kann man besuchen. An einem der sieben Hügel, bekannt als Buschmann-Hügel, kann man Felsmalereien der San sehen, die auf ein Alter von 3.500 Jahren geschätzt werden.top