> AFRIKAS SÜDEN

> AFRIKAS OSTEN

> INDISCHER OZEAN

> OZEANIEN

 

Zum Vergrößern bitte auf
die Bilder klicken !

 

 

 

 

 

 

 

TANSANIA

Kilimanjaro Trekkings

Gesundheitshinweise

Liebe Bergfreunde,
der Aufstieg auf einen Berg ist zweifelsohne ein besonderes Erlebnis, besonders wenn der Gipfel erreicht wird und auch der Abstieg ohne Probleme verläuft. Eine gute körperliche und mentale Vorbereitung ist ebenso unerlässlich wie Kenntnisse über Gefahren, denen Sie unterwegs begegnen können. Bitte beachten Sie unbedingt unsere Hinweise !

Bitte beachten Sie in jedem Fall den untenstehenden Haftungsausschluss

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und eine gesunde Rückkehr !

Höhenkrankheit

Wenn Reisen ins Hochgebirge vernünftig vorbereitet werden, besteht für Gesunde nur ein geringes Risiko. Reisende im Hochgebirge gehen aber gelegentlich aus Unwissenheit unnötige Risiken ein. Hierzu zählen besonders:
Bergunfälle: ausgelöst durch Symptome der Höhenkrankheit wie Müdigkeit, Schwindel oder psychische Fehlleistungen (3 % der Expeditionsteilnehmer kommen nicht lebend zurück!!), und
Höhenkrankheit: Allgemeinsymptome (s.o.), durch Rast oder Abstieg Besserung, tödlicher Verlauf (Lunge, Niere, Gehirn) aber möglich.

Dabei ist das Erkrankungsrisiko bei den gesunden Erwachsenen etwa gleich (Raucher gleich Nichtraucher, Sportler gleich Untrainierte, Alte gleich Junge). Herz-Kreislauf- und Lungenkranke sollten sich nicht über 2.000 m Höhe aufhalten. Da vernünftiges Verhalten auch noch nach Beginn der Erkrankung Vielen helfen kann, sind folgende Hinweise notwendig:

I. Prophylaxe

Die Höhenkrankheit und ihre Folgen werden vermieden:
- in Höhenlagen unter ca. 2.500 m,
- bei langsamem Aufstieg,
- durch Einplanung von Akklimatisierungstagen am Berg.

So kann es sehr hilfreich sein, zur Eingewöhnung eine Woche auf etwa 3.000 m zu bleiben, und dann erst langsam weiterzusteigen. Durch langsame (!) Gewöhnung an die Höhe, d.h. "richtige Höhentaktik", werden schwere Zwischenfälle vermieden.

Höhenkrankheit ist ein besonderes Risiko für Reisende in Eile !

II. Die Erkrankung

Akute milde Höhenkrankheit:
Sie ist häufig (bei ca. 30 % der Bergwanderer über 3.000 m) und wird ausgelöst durch "höhentaktische Fehler" bei der Höhenanpassung wie Überanstrengung und Eile beim Aufstieg, Alkohol, Flüssigkeitsdefizit durch Schwitzen. Auch Infekte und Schlafmittel verschlimmern den Verlauf. Allgemeine Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, Schwäche, Sehstörungen und psychiatrische Störungen wie Kritiklosigkeit, Überaktivität, vernunftwidriges Verhalten werden oft noch toleriert, sind aber besonders gefährlich durch Auslösen schwerer Bergunfälle.
Auch ohne Unfall fördert der weitere Anstieg unter Beschwerden die Verschlimmerung des Zustandes.

Dann beginnt häufig die schwere Höhenkrankheit:
Wasser lagert sich in Lunge und/oder Gehirn ein und führt zu lebensbedrohlicher Situation: Lungen- und/oder Hirnödem. Nur schnelle Therapie durch raschen Abtransport unter 2.500 m Höhe, Sauerstoff und Medikamente können helfen. 

III. Erkennen der Gefahr

Frühzeichen: Kopfschmerz, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, kurze nächtliche Atemstörung, Leistungsabfall, Wasserödeme unter der Haut, Sehstörung, Herzschlag beschleunigt um über 20 %;
Warnzeichen: Rapider Leistungsabfall, konstante, schwere Kopfschmerzen, Atemnot bei Anstrengung, nächtliche Atemnot in Ruhe, schnelle Atmung, Herzjagen, Schlaflosigkeit, schwere Übelkeit, Erbrechen, trockener Husten, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Benommenheit, Lichtempfindlichkeit, Gang-/Stehunsicherheit, weniger als ½ l Urinausscheidung pro 24 Stunden; der Patient darf nicht alleine absteigen!
Alarmsystem: schwerkranker, bewusstloser oder "verrückter" Patient, Atemnot in Ruhe, schwerer Husten mit braunem Auswurf, Bewegungsstörungen, Druck auf der Brust, rasselnde Atmung.

IV. Maßnahmen

Alle Symptome, die nicht durch Rast oder Ruhelage allein verschwinden, erzwingen den zügigen Abstieg auf Höhen unter 2.500 m. Es ist im Gebirge besonders gefährlich, Früh- und Warnzeichen des Körpers durch Medikamente oder "eisernen Willen" zu überspielen.

Bei Frühzeichen gilt: zumeist ist eine Nachtruhe auf gleicher Höhe verantwortbar. Verschwinden alle Probleme in Ruhe, kann der Betroffene möglicherweise langsam weiter aufsteigen.
Bei Warnzeichen gilt: nur der sofortige - auch nächtliche - Abstieg kann helfen. Warten auf gleicher Höhe ist gefährlich.
Bei Alarmsymptomen gilt: aktuelle Lebensgefahr! 

Ist ein Abstieg nicht möglich, weil z.B. keine Träger zur Verfügung stehen, schlechtes Wetter auch die anderen gefährdet, oder keine tiefere Lage erreichbar ist, wird fremde Hilfe benötigt. Die nächste Polizeistation kann i.d.R. über Funk Kommunikation mit Rettungsdiensten herstellen.

Ein Abtransport durch Träger ist meist möglich, dauert aber oft zu lange für den Patienten in Lebensgefahr. Die sichere Prophylaxe (langsame Höhenanpassung) ist bekannt und einfach, wird aber selten realisiert. Prophylaktische Medikamente sind für die Routine umstritten; empfohlene, wirksame Medikamente zur Therapie im Falle einer schweren Erkrankung sind dem Arzt vorbehalten (Nifedipin, Furosemid). Sauerstoff aus mitgeführten Flaschen hilft nur, Zeit für den Transport zu gewinnen.

Haftungsausschluss

ABACUS Touristik kann keine Verantwortung oder Haftung für diese Informationen übernehmen. 
Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich !

Unsere Angaben sind
- nur zur Information gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes
- nicht unabhängig von individuellen Verhältnissen des Reisenden zu nutzen, eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt ist unerlässlich
- trotz größtmöglicher Bemühungen nicht unbedingt umfassend, genau und aktuell.

top